V 72

Das Labor ist der richtige Ort um spezielle Projekte inkl. Fehlersuche zu diskutieren.

Moderator: kubi

AndreasS
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Beitrag von AndreasS »

AndreasS hat geschrieben:...
(Irgendwie kommt mir ein 3 dB Abfall je Oktave unerklärbar vor).
Könntest Du bitte mal den 50 nF-Kondensator (Pos. 31) auf seine Kapazität prüfen (dazu erste EF804S aus der Fassung nehmen)?

Gruß Andreas

maxheadroom
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Beitrag von maxheadroom »

hab ich jetzt gemacht. Pos31 gemessen = 62nF (mit Röhre auch 62nF)

kann es vielleicht sein das der eingangsübertrager was hat?
freddy get ready, it's time to rocksteady

AndreasS
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Beitrag von AndreasS »

Eine "Nullstelle" im Übertragungsbereich würde immer mit einem Pegelabfall von ca. 6 dB/Oktave einhergehen - das wären die Hauptinduktivitäten der Eingangs- und Ausgangsübertrager sowie der Anodendrossel (und natürlich die Hochpassfunktion vom Koppelkondensator Pos. 32 und Gitterableitwiderstand Pos. 21)..., daher betraf mein Verdacht andere zeitbestimmende Glieder.

Natürlich hat die Gegenkopplung immer das Bestreben zum Ausgleich von Frequenzgangabweichungen und damit zu "Verfälschungen" o.g. Regel - der Eingangsübertrager liegt aber außerhalb der Schleife und ist somit erstmal "unverdächtig". Ohne Ausgangsübertrager hattest Du ja auch bereits ähnliche Messungen - dies macht ihn auch unverdächtig.

Man kann leider beim V72 nicht einfach die Spannungsgegenkopplung abklemmen, da durch sie wegen der phasenstarren Ausführung auch der Arbeitspunkt der ersten EF804S bestimmt wird (dazu gibt es noch eine Strommitkopplung, die dann andere Verstärkungswerte schaffen würde).

Nebenbei hattest Du geschrieben,
maxheadroom hat geschrieben:mir ist aber was komisches aufgefallen. der v72 pfeift komisch!!
war das der Verstärker mit dem "krummen" Frequenzgang?

Gruß Andreas

maxheadroom
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Beitrag von maxheadroom »

AndreasS hat geschrieben:
Nebenbei hattest Du geschrieben,
maxheadroom hat geschrieben:mir ist aber was komisches aufgefallen. der v72 pfeift komisch!!
war das der Verstärker mit dem "krummen" Frequenzgang?

Gruß Andreas
ja das war der mit dem krummen frequenzgang. da hatte ich aber die masse nicht verbunden gehabt. d.h ledeglich die 220V ohne schutzleiter.
freddy get ready, it's time to rocksteady

AndreasS
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Beitrag von AndreasS »

Schade..., es sieht so aus, als ob man nun mal die Induktivitäten (Ausgangsübertrager, Eingangsübertrager, Anodendrossel) überprüfen müßte. Welche Meßtechnik steht Dir zu Verfügung?

Nebenbei, ich hatte mal einen Eingangsübertrager, welcher wohl einen Windungsschluß über einen Teil der Primärwicklung hatte. Festgestellt hatte ich dies erst nach dem Einbau, da das Übersetzungsverhältnis statt 1:2 nur 1:1,8 war.

Gruß Andreas

maxheadroom
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Beitrag von maxheadroom »

die überprüfung der induktivitäten ist eine gute idee.
werde dies in der kommenden woche machen. habe eine LCR messbrücke zur verfügung.
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maxheadroom
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Beitrag von maxheadroom »

Welches Übertragungsverhältnis ist das Richtige für den Eingangsübertrager?
Laut Schaltplan beträgt das Verhältnis 2x 1:20.
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AndreasS
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Beitrag von AndreasS »

Ja, so ist es: 2 * 1 : 20 = 1:10

http://www.irt.de/IRT/publikationen/bra ... 72_EUE.pdf

Gruß Andreas

maxheadroom
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Beitrag von maxheadroom »

habe jetzt messungen ohne versorgung gemacht.
100mV eingangsspannung, gemessen über die sekundärwicklung bzw. 400k (Pos. 11) 571mV
Das würde ein Verhältnis von 1:5,71 ergeben
freddy get ready, it's time to rocksteady

AndreasS
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Beitrag von AndreasS »

Du hast ja ein Problem mit dem Frequenzgang..., daher ist es wichtig zu wissen, bei welchen Frequenzen Du diese Werte erhalten hast (man sollte über den gesamten Frequenzbereich messen) - und natürlich Innenwiderstand der Quelle und des Meßgerätes sind wichtig.

Gruß Andreas

crisotop
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Beitrag von crisotop »

Ich hab gerade einen V72 auf der Bank (Original bis auf die Netzteilelkos) und das einzige was mir etwas seltsam vorkommt ist ein ~6dB Peak bei ca. 15kHz. Das Ding ist bis auf ein Poti am Ausgang und eine selbstgestrickte Phantom slow-start Schaltung am Eingang "nackt", wobei ich bezweifle, dass eines der beiden Zusätze für die seltsame Resonanz verantwortlich ist. Hab bereits mit verschiedenen Lastwiderständen am Ausgang gemessen (10, 200, 10k), ohne nennenswerte Veränderung.

Hat jemamand eine Idee woher der doch etwas krasse Ausreisser kommen könnte?

Vielen Dank
Christoph

jensenmann
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Beitrag von jensenmann »

falscher Abschlußwiderstand am Ausgang?
Jens

crisotop
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Beitrag von crisotop »

Hängt keiner dran - wird durchs Messgerät abgeschlossen (10R, 200R und 10kR getestet)

AndreasS
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Beitrag von AndreasS »

crisotop hat geschrieben:... bis auf ein Poti am Ausgang
Hallo Christoph,

welchen Wert hat das Poti und wie ist es angeschlossen?

Gruß Andreas

jensenmann
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Beitrag von jensenmann »

AndreasS hat geschrieben:
crisotop hat geschrieben:... bis auf ein Poti am Ausgang
Hallo Christoph,

welchen Wert hat das Poti und wie ist es angeschlossen?

Gruß Andreas
das meinte ich damit
Jens

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